
Um ein klares Zeichen für Demokratie, Freiheit und das Recht auf körperliche Selbstbestimmung zu setzen, ruft das Bündnis für reproduktive Selbstbestimmung Saar am Samstag, den 31. Oktober 2026, 12:00 bis etwa 14:00 Uhr zu einer Versammlung vor der pro familia Saarbrücken (Heinestraße 2–4) auf. Unter dem Motto „Wir feiern das selbstbestimmte Leben!“ setzt das Bündnis dem Marsch mit Musik, Kultur und vielfältigen Beiträgen seine Werte entgegen:
- Freiheit statt Bevormundung
- Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung
- Vielfalt statt Ausgrenzung
- Demokratie statt Menschenfeindlichkeit
Hintergrund: Der Vorstoß für eine Reform des Schwangerschaftsabbruchs hat im Februar 2025 den Deutschen Bundestag beschäftigt. Ein fraktionsübergreifender Gesetzentwurf, unterstützt von mehr als 300 Abgeordneten verschiedener Parteien, sah vor, Schwangerschaftsabbrüche in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen grundsätzlich rechtmäßig zu stellen und die Regelungen aus dem Strafgesetzbuch in das Schwangerschaftskonfliktgesetz zu überführen. Eine abschließende Abstimmung über den Entwurf fand vor der Neuwahl des Bundestages nicht mehr statt. Die Auseinandersetzung verdeutlichte erneut, wie politisch umkämpft reproduktive Rechte in Deutschland sind und wie sehr die Frage nach der Selbstbestimmung über den eigenen Körper gesellschaftlich polarisiert. Wie aktuell diese Auseinandersetzung bleibt, zeigt auch der sogenannte „Marsch für das Leben“, der am 31. Oktober 2026 erneut in Saarbrücken stattfindet.
Der Marsch wird vom „Aktionskomitee Christen für das Leben“ organisiert und von der Piusbruderschaft unterstützt. Hinter ihrem religiösen Anschein verbergen sich antidemokratische und menschenfeindliche Ideologien. Die Piusbrüder pflegen enge Verbindungen zur rechtspopulistischen und rechtsradikalen Szene. Immer wieder fallen sie durch antifeministische, queerfeindliche und antisemitische Positionen auf. Das Bündnis betont: Menschenfeindlichkeit beginnt dort, wo Menschen ihre Selbstbestimmung abgesprochen wird.
Das Bündnis erklärt: „Die freie Entscheidung über den eigenen Körper ist nicht verhandelbar. Angriffe auf die reproduktive Selbstbestimmung sind Angriffe auf Demokratie und Freiheit.“
Termin: Samstag, 31. Oktober 2026, 12:00 Uhr
Ort: Heinestraße 2–4, 66121 Saarbrücken (vor der pro familia Beratungsstelle)
Kontakt und weitere Informationen:
pro familia Saarbrücken – Beratungsstelle – Heinestraße 2-4 – 66121 Saarbrücken
Telefon 0681 / 96817676 – www.profamilia.de/angebote-vor-ort/saarland/beratungsstelle-saarbruecken
