Einweihung des Rundbogenfensters ODEM Fai clic per insegnare a Gmail che questa conversazione è importante

Dieses Bild zeigt eine eindrucksvolle Kunstinstallation in einer dunklen, industriellen Umgebung, die vermutlich ein ehemaliges Kraftwerk oder eine Fabrikhalle ist. Die Atmosphäre ist düster und geheimnisvoll, geprägt durch das Zusammenspiel von historischer Industriearchitektur und moderner Lichtkunst.

Hier sind die wesentlichen Details der Komposition:

Das zentrale Fensterelement
Das auffälligste Merkmal ist ein großes, bogenförmiges Fenster auf der rechten Seite. Anstatt aus gewöhnlichem Glas besteht die Fensterfläche aus einer Vielzahl von beleuchteten Röntgenbildern, die menschliche Brustkörbe (Thorax-Aufnahmen) zeigen.

Die Bilder leuchten in einem intensiven kaltblauen Licht, das einen starken Kontrast zur tiefschwarzen Umgebung bildet.

Die rasterartige Anordnung der Röntgenbilder erinnert an klassische Bleiglasfenster in Kirchen, was der Szene eine fast sakrale, aber auch beunruhigende Note verleiht.

Weitere Bildelemente
Porträt links: Im Hintergrund links ist ein kleineres, beleuchtetes Quadrat zu sehen. Es zeigt ein Schwarz-Weiß-Porträt eines Mannes in historischer Kleidung, der ein einzelnes Röntgenbild vor sich hält. Dies verstärkt den thematischen Fokus auf Medizingeschichte oder die Entdeckung der Röntgenstrahlen.

Architektur: Die Halle ist weitläufig mit hohen Decken, sichtbaren Stahlträgern, Rohrleitungen und Geländern. Der Boden besteht aus einem klassischen, zweifarbigen Karomuster (rot-braun und dunkel), das typisch für Industriegebäude des frühen 20. Jahrhunderts ist.

Lichtstimmung: Die Szene wird primär durch das blaue Leuchten des großen Fensters und die kleine Porträt-Lichtbox erhellt. Die Schatten sind tief, was die metallischen Texturen und die Weite des Raumes betont.

Fazit:
Die Installation verbindet das Thema der menschlichen Vergänglichkeit und medizinischen Durchleuchtung mit der rauen, beständigen Ästhetik der Industrie. Es wirkt wie ein Denkmal für die Wissenschaft inmitten einer verlassenen Kathedrale der Arbeit.

Aus Anlass der feierlichen Einweihung des Rundbogenfensters ODEM als Monument für die Arbeiter:innen in und um die Völklinger Hütte laden wir Sie herzlich ein zu einer Diskussion vor der neuen Dauerinstallation des Weltkulturerbes mit dem Münchner Multimedia-Künstler Christoph Brech sowie Christoph Buntru, Radiologe im Saarland und Geschäftsführer von xCare, dem Unternehmen, dass das große Gebläsenhallenfenster mit anonymisierten Lungenthoraxaufnahmen der SHG-Kliniken Völklingen ermöglicht hat.

Im Gespräch mit Dr. Ralf Beil, Generaldirektor des Weltkulturerbes und Kurator der X-RAY-Ausstellung, in deren Rahmen das Kunstglasfenster von Christoph Brech entstanden ist, spricht das Trio über den Staub und die Stadt, die Lunge als Tatort und die Kunst als Katalysator für Erkenntnis von Geschichte und Gegenwart.

Hintergrund: Die Völklinger Hütte war zu ihren aktiven Zeiten nicht nur einer der bedeutenden Orte der Eisen- und Stahlproduktion Deutschlands und Europas, sondern zugleich auch ein Umweltverschmutzer ersten Ranges und hat nicht nur Wasser und Boden, sondern vor allem auch die Luft kontaminiert. Die Spuren dieser Luftverschmutzung, die sich als Staub überall in und um die Hütte ablagerte, finden sich bis heute insbesondere in den Lungen der Arbeiter und Anwohner:innen.

Das Glasfenster wird zugleich integraler Bestandteil der kommenden Ausstellung DAS STÄHLERNE HERZ sein, die die exemplarische Geschichte der Völklinger Hütte vom Kaiserreich über die beiden Weltkriege, das Wirtschaftswunder und die Stahlkrise bis zum Weltkulturerbestatus verfolgt.

Der Eintritt ist frei.

 

Foto:

Christoph Brech, ODEM, 2025 

© Hans-Georg Merkel / Weltkulturerbe Völklinger Hütte

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