
Aus Anlass der feierlichen Einweihung des Rundbogenfensters ODEM als Monument für die Arbeiter:innen in und um die Völklinger Hütte laden wir Sie herzlich ein zu einer Diskussion vor der neuen Dauerinstallation des Weltkulturerbes mit dem Münchner Multimedia-Künstler Christoph Brech sowie Christoph Buntru, Radiologe im Saarland und Geschäftsführer von xCare, dem Unternehmen, dass das große Gebläsenhallenfenster mit anonymisierten Lungenthoraxaufnahmen der SHG-Kliniken Völklingen ermöglicht hat.
Im Gespräch mit Dr. Ralf Beil, Generaldirektor des Weltkulturerbes und Kurator der X-RAY-Ausstellung, in deren Rahmen das Kunstglasfenster von Christoph Brech entstanden ist, spricht das Trio über den Staub und die Stadt, die Lunge als Tatort und die Kunst als Katalysator für Erkenntnis von Geschichte und Gegenwart.
Hintergrund: Die Völklinger Hütte war zu ihren aktiven Zeiten nicht nur einer der bedeutenden Orte der Eisen- und Stahlproduktion Deutschlands und Europas, sondern zugleich auch ein Umweltverschmutzer ersten Ranges und hat nicht nur Wasser und Boden, sondern vor allem auch die Luft kontaminiert. Die Spuren dieser Luftverschmutzung, die sich als Staub überall in und um die Hütte ablagerte, finden sich bis heute insbesondere in den Lungen der Arbeiter und Anwohner:innen.
Das Glasfenster wird zugleich integraler Bestandteil der kommenden Ausstellung DAS STÄHLERNE HERZ sein, die die exemplarische Geschichte der Völklinger Hütte vom Kaiserreich über die beiden Weltkriege, das Wirtschaftswunder und die Stahlkrise bis zum Weltkulturerbestatus verfolgt.
Der Eintritt ist frei.
Foto:
Christoph Brech, ODEM, 2025
© Hans-Georg Merkel / Weltkulturerbe Völklinger Hütte
