
Vom 4. bis 8. November 2026 verwandelt sich Lübeck wieder in den zentralen Treffpunkt für den nord- und nordosteuropäischen Film. Die 68. Ausgabe der Nordischen Filmtage steht kurz bevor und bringt eine Vielzahl internationaler sowie deutscher Filmschaffender in die Hansestadt. Neben dem gemeinsamen Kinoerlebnis liegt der Fokus des Traditionsfestivals vor allem auf dem direkten Austausch zwischen Publikum und Kreativen.
Auftakt und internationale Gäste
Den Eröffnungsakkord setzt in diesem Jahr der lettische Beitrag Ulya (Uļa) von Viesturs Kairišs. Ergänzt wird die hochkarätige Gästeliste unter anderem durch Anne Lajla Utsi, Leiterin des International Sámi Film Institute, die mit dem diesjährigen Ehrenpreis gewürdigt wird.
Zu den weiteren prominenten Gästen zählen:
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Amanda Kernell, die mit Brace your heart (Garrat Du Váimmu) im Wettbewerb vertreten ist und deren Werk Das Mädchen aus dem Norden (Sameblod) im Rahmen einer Hommage gezeigt wird.
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Elisa Fernanda Pirir mit dem Drama Árru.
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Brynhildur Þórarinsdóttir, die das Dokumentarfilmsegment mit La belle année bereichert.
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Klaus Härö, ein langjähriger Stammgast des Festivals, der sein neustes Werk Blue Baby (Hetki ennen valoa) vorstellt.
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Nils Gaup, der den Klassiker Pathfinder (Ofelaš) präsentiert.
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Markus Lehmusruusu mit dem Spielfilm Das Eichhörnchen (Orava).
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Inunnguaq Petrussen, Leiter des grönländischen Filminstituts.
Starke deutsche Präsenz und Weltpremieren
Auch die deutsche Filmbranche nutzt die Lübecker Plattform intensiv. Unter den namhaften Gästen befinden sich die Regiegrößen Monika Treut, Lars Jessen und Sigrun Koeppe sowie die Schauspieler Jürgen Vogel und Johanna Gastdorf.
Zu den programmlichen Highlights aus Deutschland gehören:
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Restaurierte Klassiker: Sigrun Koeppe zeigt die neu aufgearbeitete Fassung ihres Dramas Novemberkatzen aus dem Jahr 1986, in dem Jürgen Vogel in einer seiner ersten Rollen zu sehen ist.
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Weltpremieren: Lars Jessen feiert in der Sektion Filmforum die Premiere von Prange 2 – Man ist ja jetzt Paar. Ebenfalls als Weltpremiere wird Donata Wenders’ Film-Installation Der Maler gezeigt, die künftig Teil der Dauerausstellung im St. Annen-Museum sein wird.
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Kino & TV-Formate: Monika Treut stellt Cooking Up Democracy vor, während Johanna Gastdorf im Kinder- und Familienfilm Weihnachten in Sommerby (nach Kirsten Boie) mitwirkt.
Serienboom und Anwärter auf internationale Preise
Neben dem Kino gewinnt das serielle Erzählen weiter an Bedeutung. Präsentiert werden unter anderem das in Cannes ausgezeichnete finnische Langlauf-Psychodrama Guts (Kylmä kausi) von Jemina Jokisalo sowie Martin Zandvliets neue Serie Harvest (Høst). Sämtliche Serienbeiträge sind zudem über das Online-Angebot der „Nordischen Streamtage“ abrufbar.
Einige der gezeigten Werke besitzen bereits Vorzeigecharakter für die anstehende Award-Saison 2027:
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Oscar®-Kandidaten (Best International Feature Film): Ulja (Lettland), Fjord (Rumänien), Das Eichhörnchen (Finnland) und Elefanten im Nebel (Nepal).
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European Film Awards Shortlist: Die Spielfilme Brace your heart, Fjord, The Guest (Gæsten) sowie die Dokumentationen Amazomania und La belle année gehen ins Rennen um die begehrten europäischen Trophäen.
Nach den Screenings finden regelmäßig moderierte Filmgespräche statt, die den Besucherinnen und Besuchern direkte Einblicke in die Arbeit der Filmemacher ermöglichen.
Elisa Cutullè
Foto von Sami Matias Breilin auf Unsplash
