Pure italienische Leidenschaft unter dem Mondschein: Zucchero rockt die ausverkaufte Rockhal!

Zucchero at Rockhal 3.6.2026. foto by Elisa Cutullè

 

Mit seiner fulminanten “BAILA 25th – Under the Moonlight Tour 2026” sorgt Zucchero für eine magische Nacht in Luxemburg. Ein unvergessliches Erlebnis vor den Toren des Saarlandes – Deutschland-Termine stehen fest.

Wer am Mittwochabend den Weg in die Rockhal nach Esch-sur-Alzette fand, wurde Zeuge einer musikalischen Sternstunde, die man in der Großregion so schnell nicht vergessen wird. Der italienische Superstar Zucchero „Sugar“ Fornaciari machte im Rahmen seiner lang ersehnten „BAILA (sexy thing) 25th – Under the Moonlight Tour 2026“ Station in Luxemburg. Das Ergebnis? Ein restlos ausverkauftes Haus, eine brodelnde Atmosphäre und ein fast dreistündiges Konzertfeuerwerk, das die perfekte Brücke zwischen feurigem Blues-Rock und tiefen, italienischen Emotionen schlug. Auch für viele saarländische Fans, die die kurze Reise über die Grenze antraten, war dieser Abend ein absolutes Muss.

Schon beim Betreten der Arena war die besondere Energie des Abends spürbar. Zucchero ist ein Weltstar, und das merkt man auch seinem Publikum an: Eine bunte Mischung aus der großen italienischen Community der Region und internationalen Musikliebhabern wartete sehnsüchtig auf den Maestro. Pünktlich erloschen die Lichter, und die Show begann atmosphärisch dicht mit dem spirituellen Opener „Oh, Doctor Jesus“. Von der ersten Sekunde an wurde klar, dass Zucchero an diesem Abend von einer Band der absoluten Weltklasse begleitet wird. Diese Musiker spielen den Blues nicht nur – sie leben ihn mit jeder Faser.

Die Setlist des Abends war ein meisterhaft zusammengestellter Querschnitt durch eine über 40-jährige Ausnahmekarriere, die jedoch für die aktuelle Tournee einige hocherfreuliche Überraschungen bereithielt. Nach mitreißenden Nummern wie „Spirito nel buio“ und „Music in Me“ folgten die poetischen Meisterwerke „La canzone che se ne va“ und das wunderschöne „Menta e rosmarino“. Spätestens bei den kraftvollen Rhythmen von „Partigiano reggiano“ hielt es niemanden più auf den Sitzen – die Rockhal verwandelte sich in ein einziges, tanzendes Meer.

Ein ganz besonderes Highlight bildete der akustische Mittelteil des Konzerts. Zucchero nahm im Sitzen Platz und reduzierte das Tempo, um Platz für pure Gänsehautmomente zu machen. Nach einem emotionalen „Un soffio caldo“ folgte die absolute Überraschung des Abends: Das zutiefst berührende „Il suono della domenica“, das der Maestro mit einer solchen Intensität vortrug, dass es still wurde in der riesigen Halle. Über das melancholische „Nella casa c’era“ steuerte dieser Akustik-Block auf seinen emotionalen Höhepunkt zu: „Miserere“. Als die Originalstimme des unvergessenen Maestro Luciano Pavarotti von der riesigen Videoleinwand erklang und mit Zuccheros rauer Blues-Stimme verschmolz, flossen im Publikum mehr als nur ein paar Tränen. Ein historischer Moment, der die Zeit für einen Augenblick stillstehen ließ.

Doch eine Zucchero-Show lebt auch von der unbändigen Energie seiner Mitmusiker. Während sich der Chef des Abends eine kurze, wohlverdiente Pause gönnte, übernahm die Band das Kommando und bewies, warum sie zu den besten Live-Formationen des Planeten gehört. Allen voran die phänomenale Backgroundsängerin aus Trinidad und Tobago: Mit einer Stimmgewalt, die die Wände der Rockhal zum Beben brachte, performte sie „Pana“ – Zuccheros geniale italienische Version des Tina-Turner-Klassikers „Nutbush City Limits“. Zusammen mit den darauffolgenden Instrumental- und Gesangseinlagen bei „Say It“ und dem rasanten „Honky Tonk Train Blues“ lieferte die Band eine energiegeladene Show-in-der-Show, die das Publikum mit frenetischem Applaus feierte.

Als Zucchero für das furiose Finale zurück auf die Bühne kehrte, gab es kein Halten mehr. Die epische Hymne „Il volo“ leitete die Schlussphase ein, direkt gefolgt von dem unsterblichen Klassiker „Diamante“, den die gesamte Rockhal textsicher im Chor mitsang. Ohne Atempause feuerte der Maestro danach seine absoluten Groove-Granaten ab: „X colpa di chi?“ und das ekstatische „Diavolo in me“ brachten die Stimmung endgültig zum Überkochen. Als Zugabe durfte natürlich der Song nicht fehlen, der ihn weltweit unsterblich machte: Mit einer gefühlvollen Version von „Senza una donna“ verabschiedete sich Zucchero unter donnerndem Applaus von seinen luxemburgischen und saarländischen Fans.

Wer diesen magischen Abend in Luxemburg verpasst hat oder das Erlebnis unbedingt wiederholen möchte, hat im Juni und Juli die perfekte Gelegenheit dazu. Im Rahmen seiner Welttournee kommt der „Grandmaster of Italian Blues“ für eine Reihe von Arena-Shows und Open-Airs nach Deutschland. Hier sind die Termine, die sich jeder Musikfan rot im Kalender anstreichen sollte:

  • 04. Juni 2026 – Hamburg, Barclays Arena
  • 05. Juni 2026 – Berlin, Uber Arena
  • 07. Juni 2026 – Düsseldorf, PSD Bank Dome
  • 09. Juni 2026 – Leipzig, Quarterback Immobilien Arena
  • 20. Juni 2026 – Frankfurt, Festhalle
  • 21. Juni 2026 – München, Olympiahalle
  • 26. Juni 2026 – Künzelsau, Würth Open Air
  • 18. Juli 2026 – Wolfsburg, Autostadt Sommerfestival

Besonders das Konzert in Frankfurt am 20. Juni bietet sich für saarländische Kurzentschlossene als ideale Gelegenheit an, diese legendäre Show noch einmal hautnah zu erleben. Zucchero hat in der Rockhal bewiesen, dass er mit über 70 Jahren kein bisschen leiser geworden ist. Seine Musik ist zeitlos, seine Band ein Traum und seine Show pure Lebensfreude unter dem Moonlight!

Elisa Cutullè

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