Ein unvergesslicher Abend: Jovanotti bringt Neimënster zum Tanzen vor seiner Italien-Tour

Jovanotti & Band (c) E. Cutullè

 

Ein ausverkauftes Haus, pure Energie und 90 Minuten kollektiver Rausch: Lorenzo “Jovanotti” Cherubini hat gestern Abend, am 15. Juli 2026, die Abtei Neimënster in Luxemburg in das Epizentrum des italienischen Pop-Funnels verwandelt. Nach diesem triumphalen Erfolg im Herzen der Großregion zieht die Karawane nun weiter nach Süden: Nach der Luxemburg-Etappe kehrt Lorenzo für eine Reihe gigantischer Open-Air-Konzerte in Stadien und auf Festivals nach Italien zurück (u.a. in Mailand, Rom e Molfetta).

Die historische Kulisse von Neimënster bot den perfekten Rahmen für eine Show, die von Spontaneität lebte. Jovanotti interagierte ununterbrochen mit dem Publikum, scherzte mit den jüngsten Fans in den ersten Reihen und nahm eine venezolanische Flagge als Symbol der universellen Verbundenheit entgegen.

Unterstützt wurde er von einer Band, die zu den besten der europäischen Live-Szene gehört. Neben dem Jazz-Visionär Gianluca Petrella an der Posaune glänzte der legendäre Bassist Saturnino, dessen unverkennbare Basslinien das Fundament von Lorenzos Sound bilden. An den Gitarren zeigte Riccardo Onori seine meisterhafte Vielseitigkeit zwischen Funk-Riffs e Rock-Solos, während Keyboarder Christian “Noochie” Rigano für die modernen, elektronischen Klangteppiche sorgte. Diese Band ist keine reine Begleitgruppe, sondern ein musikalisches Kraftwerk.

Die musikalischen Highlights

Für den ViviSaar-Rückblick haben wir drei  Songs ausgewählt, die die musikalische Evolution des Künstlers perfekt widerspiegeln:

Tanto  (2005, aus dem Album „Buon sangue“)

Dieser Track verschmilzt Rock, Elektro-Beats und Rap auf unnachahmliche Weise. Gestern Abend entfesselte die Nummer, getragen von Riganos Synthesizern und den treibenden Live-Percussions, eine absolut mitreißende Energie im Publikum und verwandelte die Abtei in eine Open-Air-Tanzfläche.

Per te (1999, aus dem Album „Lorenzo 1999 – Capo Horn“)

Das weltberühmte Schlaflied, das Lorenzo einst für die Geburt seiner Tochter Teresa schrieb. Es ist eine der emotionalsten und feinfühligsten Melodien seiner gesamten Karriere, die gestern Abend auch das internationale Publikum tief berührte und jede Sprachbarriere mühelos überwand.

Estate (2005, aus dem Album „Buon sangue“)

Ein Song, der gleichzeitig melancholisch und unglaublich kraftvoll das bittersüße Ende der heißen Jahreszeit beschreibt. Mitten im Konzert gespielt, sorgte dieses Stück für eine fast schwebende, magische Atmosphäre, die durch das virtuose Zusammenspiel von Saxophon und Petrellas Posaune perfekt veredelt wurde.

 

Der Abend in Luxemburg war das perfekte Sprungbrett für die kommenden Sommertermine auf der Halbinsel. Wer Jovanotti am 15.7.2026 verpasst hat, hat in den kommenden Wochen in Italien die Chance, dieses Phänomen live zu erleben.

Elisa Cutullè

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