Gipfeltreffen der Klavierelite: „Le Piano Symphonique“ 2027 feiert Martha Argerich in Luzern

beeindruckende Innenansicht eines modernen, großen Konzertsaals aus der Perspektive oberhalb oder seitlich der Bühne.Hier sind die wesentlichen architektonischen und gestalterischen Merkmale im Detail:

Die Bühne und das Zentrum
Der Konzertflügel: Im linken Vordergrund steht ein glänzender, schwarzer Konzertflügel mit geöffnetem Deckel und dazugehöriger Klavierbank auf der Bühne.

Der Bühnenboden: Die Bühne besteht aus hellem Holz und ist mit feinen, dunklen, geschwungenen Linien (konzentrischen Kreisen/Bögen) gemustert.

Zuschauerraum und Bestuhlung
Das Parkett: Direkt vor der Bühne erstreckt sich ein großes Parkett mit ordentlich in Reihen angeordneten Sitzen. Die Polsterung der Stühle hat ein tiefes, dunkles Blau, während die Rückenschalen und Armlehnen aus warmem, hellem Holz gefertigt sind.

Die Ränge und Balkone: Der Saal verfügt über mehrere ansteigende Zuschauerebenen. An der Rückwand und den Seitenwänden ziehen sich mehrere weiße, elegant geschwungene Balkon- und Galerieränge empor, die ebenfalls mit der blau-hölzernen Bestuhlung ausgestattet sind.

Wände und Deckenkonstruktion
Die Seitenwände: Die hellen Wände besitzen eine feine, akustisch optimierte Perforierung oder Oberflächenstruktur, die an den Galerierändern wie ein dezentes, rhythmisches Muster wirkt. Unterhalb der Ränge sind zudem kleine, dezente Lichter integriert.

Die Decke: Ein absoluter Blickfang ist der riesige, mehrteilige akustische Reflektor (ein sogenanntes „Canopy“) aus warmem Holz, der über der Bühne und dem vorderen Parkett schwebt. Er besteht aus konzentrischen, kreisförmigen Elementen und rechteckigen Paneelen, in die zahlreiche kleine Scheinwerfer eingelassen sind. Darüber und dahinter ist die Decke in mattem Schwarz gehalten, wo weitere Bühnen- und Beleuchtungstechnik sichtbar ist.

Gesamteindruck: Der Raum (der berühmte Konzertsaal des KKL Luzern) wirkt durch die Kombination aus hellem Holz, weißen Wandstrukturen und dem tiefen Blau der Sitze extrem elegant, modern und perfekt für eine erstklassige Akustik ausbalanciert. Er strahlt trotz seiner enormen Größe eine fokussierte, fast intime Atmosphäre aus, die den Blick automatisch auf das Instrument auf der Bühne lenkt.

Der Konzertsaal des KKL Luzern. (Luzerner Sinfonieorchester/Philipp Schmidli)

Vom 11. bis 17. Januar 2027 wird Luzern zum sechsten Mal zum unumstrittenen Epizentrum der internationalen Klavierszene. Das Luzerner Sinfonieorchester hat das Programm für das renommierte Klavierfestival „Le Piano Symphonique“ vorgestellt, das ganz im Zeichen eines großen Jubiläums steht: Gefeiert wird der 85. Geburtstag der legendären Pianistin Martha Argerich.

Seit seiner Gründung im Jahr 2022 beleuchtet das Festival das Klavier in all seinen Facetten – ob solistisch, kammermusikalisch oder eingebettet in großen sinfonischen Klang. Auch für die Ausgabe 2027 ist es dem künstlerischen Leiter Numa Bischof Ullmann gelungen, eine exquisite Mischung aus Weltstars, visionären Grenzgängern und vielversprechenden Entdeckungen an den Vierwaldstättersee zu holen.

Ein Festival im Zeichen der Jubiläen

Die argentinische Jahrhundertpianistin Martha Argerich, die dem Festival als „Pianiste Associée“ eng verbunden ist, feiert am 5. Juni 2026 ihren 85. Geburtstag. Das Festival im Januar 2027 widmet ihr gleich mehrere prominente Abende.

Bereits das Eröffnungskonzert am 11. Januar setzt ein Ausrufezeichen: Gemeinsam mit dem Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von Gregory Ahss widmet sich Argerich dem Schaffen von Robert Schumann, unter anderem mit dessen ikonischem Klavierkonzert in a-Moll.

Ein historischer Moment bahnt sich für den 13. Januar an. Dann teilen sich mit Martha Argerich, Mikhail Pletnev und Yunchan Lim drei Generationen der absoluten Klavier-Weltklasse die Bühne. Auf dem Programm steht unter anderem eine mit Spannung erwartete Uraufführung: Eine Transkription von Franz Schuberts „Unvollendeter“ Sinfonie für zwei Klaviere, aus der Feder von Mikhail Pletnev selbst.

Am 16. Januar folgt die offizielle Jubiläumsgala, die gleich doppelt Grund zum Feiern bietet: Neben Argerichs 85. Wiegenfest steht auch der 90. Geburtstag des Dirigenten-Schwergewichts Charles Dutoit im Mittelpunkt. Das Festkonzert vereint die beiden Legenden mit Frédéric Chopins erstem Klavierkonzert und Igor Strawinskys „Petruschka“.

Von Kammermusik bis Jazz-Weltpremiere

Neben den großen Orchesterabenden besticht das Festival durch seine programmatische Vielfalt:

  • Kammermusik auf Top-Niveau (14. Januar): Martha Argerich musiziert im intimen Rahmen mit hochkarätigen Weggefährten wie Janine Jansen, Mischa Maisky und Dong Hyek Lim. Präsentiert werden Werke von Beethoven, Schumann, Schostakowitsch und Rachmaninow.

  • Musikalische Grenzgänge: Der japanische Ausnahmepianist Hayato Sumino bewegt sich in seinem Programm stilsicher zwischen „Chopin Orbit“ und George Gershwin’s „Rhapsody in Blue“.

  • Jazz-Highlight: Mit Brad Mehldau kommt einer der prägendsten Jazzpianisten der Gegenwart nach Luzern. Er bringt neben seinen „Fourteen Reveries“ und Auszügen aus seinen „Song Books“ eine echte Sensation mit: die Weltpremiere von „The Fifteenth Reverie“, einem exklusiven Auftragswerk des Festivals.

Bühne für Entdeckungen und den Nachwuchs

Dem Anspruch, nicht nur Bühne für etablierte Stars, sondern auch Ort der Weitergabe und Entdeckung zu sein, wird das Festival auch bei den beliebten Lunchkonzerten gerecht. So gibt die junge Pianistin Sophia Liu mit Werken von Alkan, Chopin und Tschaikowsky ihr vielversprechendes Festival-Debüt, während Anna Geniushene im stimmungsvollen Ambiente des Hotels Schweizerhof Luzern zu erleben sein wird. Zudem wird Cellolegende Mischa Maisky in einem außergewöhnlichen Auftritt gemeinsam mit jungen Talenten musizieren.

Starke private Förderung sichert die Zukunft

Dass ein Festival dieser Größenordnung ohne öffentliche Gelder realisiert werden kann, verdankt „Le Piano Symphonique“ exklusiv privater Förderung. Für die anstehende Ausgabe konnten Dr. Christoph M. Müller und Sibylla M. Müller, die dem Luzerner Sinfonieorchester bereits seit 2012 eng verbunden sind, als neue Hauptmäzene gewonnen werden.

Das vollständige Festivalprogramm sowie Informationen zum Ticketvorverkauf sind ab sofort auf der offiziellen Website unter lepianosymphonique.ch abrufbar.

Elisa Cutullè

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