
Die Nordischen Filmtage Lübeck setzen ein deutliches Zeichen für die kulturelle Bildung und die Stärkung junger Perspektiven. Für die anstehende 68. Ausgabe des Festivals im Herbst konnten zwei renommierte Institutionen der Hansestadt als neue Preispaten gewonnen werden: Das SUPERKUNSTFESTIVAL und das THEATER LÜBECK übernehmen ab sofort die Partnerschaften für die renommierten Auszeichnungen der Kinder- und Jugendjurys. Beide Filmpreise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.
Diese Kooperation ist kein Zufall, sondern die logische Weiterentwicklung jahrelanger Netzwerkarbeit. Die beteiligten Akteure eint das Ziel, der nachfolgenden Generation nicht nur Kultur zu vermitteln, sondern sie aktiv in Gestaltungsprozesse einzubinden.
Die Vergabe des Kinderjury-Preises blickt bereits auf eine lange Tradition seit 1998 zurück. Hier entscheiden Elf- bis Dreizehnjährige völlig eigenständig über ihren Favoriten im Festivalprogramm. Mit dem SUPERKUNSTFESTIVAL verbindet die Filmtage bereits eine enge Partnerschaft, die sich unter anderem in gemeinsamen Kinoprojekten und einem mobilen Podcast-Studio für Nachwuchsjournalisten zeigt.
Die seit 2020 bestehende Jugendjury, besetzt mit Teenagern im Alter von 16 bis 19 Jahren, bekommt mit dem THEATER LÜBECK ebenfalls einen etablierten Partner an die Seite gestellt. Das Theater, welches ohnehin traditionell die feierliche Filmpreisnacht beheimatet, engagiert sich seit jeher stark in der theaterpädagogischen Jugendarbeit.
Die Verantwortlichen der Institutionen betonen unisono, wie wichtig es sei, den unverstellten und kritischen Blick junger Menschen im gesellschaftlichen Diskurs ernst zu nehmen. Jugendliche seien eben nicht nur das Publikum von morgen, sondern gestalteten die Kulturszene bereits in der Gegenwart aktiv mit.
Insgesamt werden bei den diesjährigen Nordischen Filmtagen elf Auszeichnungen mit einer Gesamtsumme von 67.500 Euro vergeben. Wer die begehrten, neu unterstützten Jury-Preise mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich am 7. November 2026 bei der großen Gala im THEATER LÜBECK.
Elisa Cutullè
Foto von Denise Jans auf Unsplash
