Trinity

„Trinity“ steht für drei künstlerische Handschriften, die sich aus unterschiedlichsten Blickwinkeln mit wichtigen Fragen menschlicher Wahrnehmung beschäftigen: In welcher Beziehung stehe ich zu den anderen, was für Spuren hinterlasse ich und wie offen bin ich dafür, Neues, Unbekanntes und Schwieriges anzugehen? Die Choreografen Bernard Baumgarten, Marguerite Donlon und Fernando Hernando Magadan nutzen Körper, Tanz und Bewegung, um ungewöhnliche Wege zu finden. Einen Einblick gibt es auf der Öffentlichen Probe im Ballettsaal des Saarländischen Staatstheaters, zu der die Donlon Dance Company/Ballett des SST am Samstag, 29. September 2012, um 12.00 Uhr einlädt.

 

Der Luxemburger Bernard Baumgarten arbeitet seit 1993 als freiberuflicher Choreograf und gründete 1995 die Kompanie UnitControl. Seit Oktober 2007 ist er künstlerischer Leiter des Centre de Création Chorégraphique Luxembourgeois TROIS C-L und des Danz Festival Lëtzebuerg. In seiner Choreografie „Menschen“ konzentriert sich Bernard Baumgarten auf Begegnungen: Wie begegnen wir uns und was haben wir früher versäumt? Kleine Gesten beschwören Bilder aus einer vergangenen Zeit – sie zeigen Leidenschaften auf, die nicht mehr wahrgenommen werden können, sich aber an der Erinnerung entzünden.

 

Marguerite Donlon ist seit 2001 Ballettdirektorin am Saarländischen Staatstheater und künstlerische Leiterin des Internationalen Tanzfestivals »n.o.w. dance saar«. Gastchoreografien führten sie u. a. zum Nederlands Dans Theater II, zum Stuttgarter Ballett, zu Hubbard Street Dance, Chicago, und zuletzt zur Rambert Dance Company in London. Für „Trinity“ macht sich Marguerite Donlon auf eine Reise durch die unterschiedlichen Bewusstseins-Ebenen: Fünf Tänzer setzen sich mit ihrem Beruf, mit ihrer Berufung auseinander. Sie reflektieren den Weg dorthin, suchen Spuren und positionieren sich als Solist ebenso wie als Mitglied eines Kollektivs.

 

Der spanische Tänzer und Choreograf Fernando Hernando Magadan lebt in den Niederlanden, wo er am Nederlands Dans Theater in zahlreichen Stücken von Paul Lightfoot und Sol León, Jiři Kylian, William Forsythe und Mats Ek getanzt hat. Seit seinen choreografischen Anfängen hat er u. a. Werke für das Nederlands Dans Theater, für das Ballett Mainz und ein Solo mit den Aspiranten des Hamburg Ballett kreiert. Ausgehend von der Spielstätte Alte Feuerwache, steht in seiner Choreografie „Reflections in real time“ das Element Wasser im Mittelpunkt. Was für ein Bild spiegelt sich im Wasser, wie betrachtet man sich darin? Was erkennt man über sich selbst?

 

Einführung mit Gebärdensprachdolmetscherin Isabelle Ridder: 20. Oktober 2012, 18.45 Uhr, Alte Feuerwache

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