Lim Youngmin: Von Busan nach Mainz – Ein Neuanfang mit Herz und Beat

Lim YOungmin @ Kpop Revolution 2026- Photo by Lisa Schiefer

 

Er ist charismatisch und hat ein Lächeln, das sofort das Eis bricht. Lim Youngmin, der Mann aus Busan, der einst die K-Pop-Charts anführte, ist endlich in Deutschland gelandet. Bei der K-Pop Revolution 2 in Mainz zeigte er, dass er als Solist nichts von seinem Glanz verloren hat – im Gegenteil: Er wirkt fokussierter denn her.

Youngmin, du hast eine beeindruckende Ausbildung hinter dir. Wie nutzt du dieses Fundament heute für deine Solo-Karriere?

Alles, was ich in der Vergangenheit gelernt habe – vom Klavierspielen bis hin zu den harten Trainingstagen in Seoul – fließt in meine heutige Arbeit ein. Als Solist bin ich mein eigener Regisseur. Ich kann entscheiden, dass ein Song mehr Piano-Parts braucht oder dass die Choreografie meine Leidenschaft für den Tanz stärker betonen soll. Diese Autonomie ist ein Geschenk, das ich sehr schätze.

Dein kreatives Zimmer ist eher dunkel und minimalistisch. Wie passt das zu dem energiegeladenen Performer, den wir auf der Bühne sehen?

Das ist ein interessanter Kontrast, nicht wahr? Ich brauche die “dunkle” Stille meines Zimmers, um meine Batterien aufzuladen. Ich bin ein Mensch, der viel beobachtet – ich liebe Fotografie, weil sie Momente festhält. In meinem Studio bin ich wie ein Fotograf meiner eigenen Gefühle: Ich entwickle sie in der Dunkelheit, damit sie auf der Bühne im hellen Licht strahlen können. Mein Zimmer ist mein Rückzugsort, Mainz ist mein Moment zum Leuchten.

 

Was ist dein bisheriger Eindruck von Deutschland und was nimmst du mit nach Hause?

Ich bin fasziniert von der Architektur hier! Es ist alles so anders als in Busan oder Seoul. Ich habe schon ein paar Fotos gemacht. Und natürlich das Essen! Ich habe gehört, die Deutschen lieben ihr Brot und ihre Wurst. Da ich gerne esse, freue ich mich riesig darauf.

 

Der Youngmin-Guide: Wenn ihr nach Korea fliegt, macht es wie Youngmin: Besucht Busan! “Es ist meine Heimat, dort gibt es das beste Dwaeji Gukbap (Schweinefleisch-Eintopf)”, schwärmt er. Und für die Romantiker unter euch: “Geht abends an den Han-Fluss in Seoul, esst eine Packung Instant-Ramen und genießt die Lichter der Stadt. Das ist das wahre Korea-Feeling.

 

Elisa Cutullè

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