
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung Was bleibt? Die Zeit der Merowinger des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken präsentiert am 25. Februar, 18 Uhr, Prof. Dr. Sebastian Ristow (MiQua / Universität zu Köln) die aktuelle Forschung zum frühen Christentum in der Region an Rhein, Maas und Mosel. Aus diesem Gebiet stammt eine bemerkenswerte Dichte an frühchristlichen Quellen. Die Schrift- und archäologischen Sachzeugnisse aus der spätrömischen und merowingischen Zeit im Rheinland ermöglichen Aussagen über den unterschiedlichen Ablauf und die Intensität der jeweiligen Christianisierung in Spätantike und Merowingerzeit bis hin zu den Entwicklungen der Karolingerzeit. Gerade in den letzten beiden Jahrzehnten haben zahlreiche Aufarbeitungen archäologischer Befunde vor allem in den Zentren Xanten, Köln, Bonn, Mainz, Trier und Tongeren gezeigt, dass die Interpretation und chronologische Einordnung von frühchristlichen Architekturresten in bedeutendem Maß abgeändert werden muss. Neufunde von Gegenständen mit christlichen Szenen, Inschriften oder Symbolen und zum Teil bisher unbekannte Denkmäler aus den Depots der rheinischen Museen ergänzen das Bild der Befunde. Prof. Dr. Sebastian Ristow zeigt in seinem Vortrag die aktuelle Sicht auf die Fragestellungen zum Christentum des 4.–9. Jahrhunderts anhand ausgewählter Beispiele auf.
Vortrag
Die Christianisierung im östlichen Frankenreich aus archäologischer Sicht
Prof. Dr. Sebastian Ristow (MiQua / Universität zu Köln)
Mittwoch, 25. Februar 2026, 18 Uhr
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Veranstaltungsort: Schlosskirche, Am Schlossberg 6, 661119 Saarbrücken
Eintritt frei
Bild Prof. Dr. Sebastian Ristow (MiQua / Universität zu Köln) © Alexandra Kaschirina, LVR / ZMB
