
Mit Don’t turn on the news kündigen Mona Mur und Miron Zownir ein gemeinsames Album an, das die unverwechselbare Handschrift zweier kompromissloser Künstler*innen trägt. Der Release ist für den 30. April 2026 geplant und wird über play loud! veröffentlicht. Die auf 300 Exemplare limitierte CD—davon 100 signiert—kann bereits vorbestellt werden.
Ein künstlerisches Wiedersehen zweier Ausnahmefiguren
Die Zusammenarbeit zwischen der Hamburger Musikerin, Komponistin und Produzentin Mona Mur und dem Autor, Fotografen und Filmemacher Miron Zownir hat bereits in der Vergangenheit für starke künstlerische Impulse gesorgt. Das neue Album greift diesen besonderen Dialog erneut auf: Zownir schrieb neun Gedichte, die Mona Mur in eine düstere, elektronische Klangwelt überführt.
Zownirs Texte – rau, blutig, existenziell – entstehen aus einem radikalen Blick auf die Schattenseiten des modernen Lebens. Mur übersetzt diese poetischen Miniaturen in ihre typische Mischung aus elektronischen Soundscapes, Gitarrenattacken und epischer Intensität. Heraus kommt eine Form urbaner elektronischer Poesie, die zugleich hart und zerbrechlich wirkt.
Ein Noir-Kosmos zwischen Härte und Zärtlichkeit
Produziert wurde das Album in Murs eigenem Studio KATANA in Berlin. Wie die Pressemitteilung beschreibt, erschafft sie dort einen „cineastischen Série-noire-Kosmos: so grausam wie das Leben, so zart wie die Nacht“. Diese Dualität durchzieht auch das Album und spiegelt die künstlerischen Biografien beider Beteiligten wider.
Miron Zownir, weltweit bekannt für seine kompromisslosen Schwarz-Weiß-Fotografien und seine radikale Beobachtung gesellschaftlicher Ränder, fotografierte Mona Mur zudem für das Albumcover. Das Bild entstand 2025 im Rahmen seiner großen MEGAFENCE-Ausstellung.
Albumpräsentation und Ausstellung
Die besondere Verbindung von Musik und Fotografie wird auch bei der Veröffentlichung sichtbar:
Eine Live-Performance von Mona Mur findet am 30. April 2026 zur Eröffnung der Ausstellung „Miron Zownir – Berlin 1977–2025“ in der Berliner Urban Spree Gallery statt.
Mona Mur – eine Ausnahmeerscheinung seit den 80ern
Mona Mur zählt seit den 1980er Jahren zu den prägenden Figuren einer eigenständigen musikalischen Ästhetik, die Punk, Poesie, Rock ’n’ Roll und elektronische Orchesterwände miteinander verbindet. Ihr einzigartiges Timbre, intensive Konzerte und genreübergreifende Produktionen machten sie ebenso bekannt wie ihre Soundtracks für Filme und Videospiele.
Miron Zownir – Chronist der gesellschaftlichen Ränder
Miron Zownir, 1953 in Karlsruhe geboren, erlangte internationale Anerkennung als Fotograf der New Yorker Subkultur der 1980er Jahre. Seine Arbeiten gelten als radikale, oft schonungslose Visualisierungen der Ausgestoßenen und Vergessenen. Neben seiner fotografischen Tätigkeit ist er auch Autor und Filmemacher.
Fazit
Mit Don’t turn on the news präsentieren Mona Mur und Miron Zownir ein Werk, das beide künstlerischen Positionen vereint: kompromisslos, poetisch, dunkel und elektrisierend. Ein Album, das weit über Musik hinausgeht und den Charakter eines multimedialen Kunstprojekts trägt.
Elisa Cutullè
Foto: Album-Cover Don´t turn on the news by Mona Mur vs. Miron Zownir Design: Sebastian Rohde / FIRMA FREIMAUER
