museum after work: Kunstgespräch und Crémant

Das Gemälde „Winterlandschaft mit Schlittenfahren“ von Leo Grewenig aus dem Jahr 1925 zeigt eine nächtliche, winterliche Szenerie in einem sanft geschwungenen Hügelland. Die Darstellung ist in einem naiven, fast märchenhaften Stil gehalten und zeichnet sich durch eine klare, flächige Komposition aus.

Bildaufbau und Motive
Zentraler Weg: Ein breiter, heller Weg zieht sich in einer S-Kurve von der unteren Bildmitte bis hinauf zu einer Hügelkuppe im Hintergrund.

Figuren: Auf dem Weg befinden sich verschiedene Personen, die den Winter genießen:

Im Vordergrund zieht ein Paar einen Holzschlitten hinter sich her.

Weiter oben ist eine Person auf einem Schlitten beim Herunterfahren zu sehen.

Weitere kleine Figuren verteilen sich über den Hang und die Hügelkuppe.

Vegetation: Der Weg wird von kargen, weißlichen Bäumen ohne Laub gesäumt, deren feine Äste sich filigran gegen den dunklen Himmel abheben.

Hintergrund: In der Ferne, auf der rechten Seite, ist eine kleine Ansammlung von Häusern mit einer Kirche erkennbar, was auf ein nahegelegenes Dorf hindeutet.

Farbe und Atmosphäre
Himmel: Der obere Teil des Bildes wird von einem tiefen, dunkelgrünen Nachthimmel eingenommen, in dem ein heller Vollmond und kleine Sterne leuchten.

Farbpalette: Die Landschaft ist in gedämpften Tönen von Rosa, Grau, Braun und Violett gehalten, was der Szene eine ruhige, fast traumartige Stimmung verleiht.

Struktur: Die Oberfläche des Gemäldes weist ein feines Krakelee (Netz von Rissen) auf, was auf das Alter des Werkes und die Materialbeschaffenheit hindeutet.

Das Werk vermittelt eine friedliche, nostalgische Atmosphäre und ist ein schönes Beispiel für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Heimatlandschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Schnee und Eis – Im Gespräch über Winterlandschaften aus der Sammlung

Die Moderne Galerie des Saarlandmuseums lädt alle interessierten Besucher:innen am 4. Februar, 18 Uhr, zum beliebten Format museum after work ein. Im Rahmen einer einstündigen Führung stehen ausgewählte Werke unter anderem von Otto Dix und Ludwig Meidner im Mittelpunkt. Im gemeinsamen Gespräch wird das Motiv der Winterlandschaft beleuchtet – von atmosphärischen Darstellungen bis hin zu versteckten Symbolen. Welche Deutungen schlummern zwischen weißer Pracht und Eiseskälte?

Mit museum after work bietet die Moderne Galerie einen besonderen Kunstgenuss nach Feierabend. Immer mittwochs ab 18 Uhr haben Besucher:innen die Gelegenheit, mit Kunstexpert:innen zu spannenden Themen ins Gespräch zu kommen oder mit Kurator:innen durch aktuelle Präsentationen zu gehen. Bei einem Getränk im Kunstherz – Café Deli Bar findet die Veranstaltung ihren Ausklang.

Teilnahmegebühr: 7,50 € (Führung und Getränk). Eintritt für Studierende frei.

Abbildung: Leo Grewenig, Winterlandschaft mit Schlittenfahren, 1925, Saarlandmuseum – Moderne Galerie ©Nachlass Leo Grewenig, Foto: Tom Gundelwein.

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