Veranstaltung “Zwiegespräch mit Nora Gomringer” im Saarlandmuseum

Dieses Bild ist eine kunstvolle, flach liegende Komposition (Flatlay) aus zahlreichen aufgeschlagenen Büchern, die fast die gesamte Fläche lückenlos füllen. Es wirkt wie eine Collage oder eine Tapete aus bedrucktem Papier.

Hier sind die Details der visuellen Gestaltung:

Anordnung und Textur
Verschachtelung: Die Bücher liegen teilweise über- und untereinander, wobei die Seiten flach ausgebreitet sind. Es gibt keine sichtbare Unterlage; das Papier selbst bildet den Hintergrund.

Vielfalt der Formate: Man sieht unterschiedliche Buchgrößen, Spaltenlayouts und Schriftarten. Einige Seiten enthalten dichten Fließtext, andere haben größere Ränder oder Absatzunterbrechungen.

Zustand: Die Seiten wirken teilweise vergilbt oder cremefarben, was dem Bild einen nostalgischen, "antiquarischen" Charakter verleiht. Ein einzelnes Buch auf der linken Seite hebt sich durch eine leicht zerknitterte, hellere Doppelseite ab.

Farbpalette und Licht
Warme Töne: Das Bild ist in warmen, erdigen Farben gehalten – von hellem Beige und Eierschalenweiß bis hin zu dunkleren Sepia- und Brauntönen der Buchrücken und Ränder.

Akzente: Vereinzelt blitzen die roten oder dunklen Einbände der Bücher an den Seiten hervor, was kleine farbige Linien in das ansonsten monochrome Farbschema bringt.

Lichtführung: Die Beleuchtung ist weich und gleichmäßig von oben, sodass kaum harte Schatten entstehen. Dies verstärkt den Eindruck einer flachen, fast zweidimensionalen Textur.

Stimmung und Wirkung
Das Bild vermittelt ein Gefühl von Fülle, Wissen und Ruhe. Es erinnert an die Atmosphäre einer alten Bibliothek oder eines gemütlichen Arbeitszimmers. Die chaotische und doch dichte Anordnung wirkt inspirierend für Literaturliebhaber und vermittelt eine ästhetische Wertschätzung für das gedruckte Wort.

Eugen Gomringers Lyrik und Texte zur Ästhetik sind Sigurd Rompza wichtig. In der gemeinsamen Ausstellung bildspiele – sprachspiele. Sigurd Rompza im Dialog mit Eugen Gomringer, in deren Vorlauf der Dichter verstarb (+ 21.8.25), ergänzen sich die Werke beider Künstler zu einem Zwiegespräch; lebendig, reflexiv. Nora Gomringer, die Lyrikerin und Tochter des verstorbenen Dichters, gilt als eine der bedeutendsten Stimmen deutscher Gegenwartsliteratur und hat sich lange schon einen Namen als Rezitatorin klassischer Texte – auch der konkreten poesie – gemacht. Im Saarland wurde die in Neunkirchen/Saar Geborene mit dem „Wortsegel” der Gemeinde Tholey und dem Auftrag für die Abiturrede für saarländische Schulabgänger (2021) ausgezeichnet. Am 4. Februar, 18 Uhr, stellt sie sich in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums dem Publikum mit einem Zwiegespräch aus ihren und den Texten Eugen Gomringers vor. Unter dem Titel „Gomringer 101“ spricht, singt, rezitiert Nora Gomringer die Werke ihres Vaters im 101. Jahr seines Nachlebens und stellt ihre Arbeiten in Beziehung.

Zwiegespräch mit Nora Gomringer

In der Ausstellung: bildspiele – sprachspiele. Sigurd Rompza im Dialog mit Eugen Gomringer

4. Februar 2026, 18 Uhr

Saarlandmuseum ─ Moderne Galerie

Die Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes e.V. unterstützt diesen außergewöhnlichen Vortrag mit einer finanziellen Förderung.

Kosten: Eintritt 10 € regulär / 7 € ermäßigt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Es ist keine Voranmeldung notwendig.

 

Foto von Patrick Tomasso auf Unsplash

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