
Das Konsortium Euroagrumi O.P. aus Biancavilla (CT) lädt die interessierte Öffentlichkeit sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Medien und Kommunikation herzlich zur thematischen Konferenz
„Die Blutorange aus Sizilien: ein identitätsstiftendes Symbol zwischen Kultur, Literatur und Territorialmarketing“
ein.
Die Veranstaltung ist der sizilianischen Zitrusexzellenz mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) gewidmet und versteht sich als Brücke zwischen Herkunft, Wurzeln und Integration. Sie findet am Freitag, den 30. Januar 2026, ab 11:00 Uhr am Sitz des Com.It.Es. Saar in Saarbrücken statt.
Die Konferenz wird von der Journalistin Elisa Cutullè moderiert und mit institutionellen Grußworten des Präsidenten des Com.It.Es. Saar, Patrizio Maci, eröffnet.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Vorstellung des europäischen Projekts „Citrus Fruits for Wellness“, das darauf abzielt, den Wert der Blutorange aus Sizilien g.g.A. nicht nur als landwirtschaftliches Produkt mit besonderen ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Eigenschaften hervorzuheben, sondern auch als kraftvolles kulturelles und identitätsstiftendes Symbol.
Fachvorträge
Die thematischen Beiträge werden von folgenden renommierten Expertinnen und Experten gestaltet:
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Salvo Falcone, Kommunikationsverantwortlicher von Euroagrumi O.P., präsentiert die Etappen des ersten Projektjahres in Italien und Deutschland sowie die Ziele des europäischen Projekts. Darüber hinaus stellt er Strategien zur Förderung des Territoriums und der Produktionskette vor.
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Rolando Pettinari, Schriftsteller, stellt sein Buch „Ein Land, zwanzig Küchen“ vor, in dem er die Rolle der italienischen Migration bei der Entwicklung der Gastronomie im Saarland von den 1960er-Jahren bis heute analysiert – ausgehend vom Einsatz von Zitrusfrüchten in der Küche.
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Marzia Vacchelli, Lektorin des italienischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit (MAECI) an der Universität des Saarlandes, beleuchtet die Symbolik und die evocative Kraft der sizilianischen Blutorange in Literatur und Kunst – von Giovanni Verga und Luigi Pirandello bis hin zu Elio Vittorini, die die Frucht als „sizilianisches Gold“ sowie als Sinnbild für Erlösung und Vitalität dargestellt haben.
Vorstellung des Projekts „Polifonia Italiana“
Im Rahmen der Konferenz stellt Dr. Vacchelli zudem die erste Ausgabe von „Polifonia Italiana“ vor, der studentischen Zeitschrift des Zentrums für Italienische Studien im Saarland.
Die Redaktion wird von Christian Mariano (Universität Bologna), Alice Pedone (Universität Lecce) und Jennifer Julia Remark (Universität des Saarlandes) betreut, die die Vision und die redaktionelle Ausrichtung dieses neuen Projekts vorstellen. Ziel der Zeitschrift ist es, den interkulturellen Dialog durch die wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung mit der italienischen Identität im Ausland zu fördern.
Das europäische Projekt
Die Konferenz folgt auf ein Treffen mit Schülerinnen und Schülern, das das Konsortium Euroagrumi O.P. am Donnerstag, den 29. Januar 2026, am Technisch-Gewerblichen Berufsbildungszentrum II in Saarbrücken durchführen wird, und ist Teil der Aktivitäten des europäischen Projekts „Citrus Fruits for Wellness“.
Das Projekt wird durch das EU-Programm AGRIP 2024/12 finanziert und wurde ins Leben gerufen, um die europäische Öffentlichkeit für den bewussten Konsum zertifizierter Qualitätszitrusfrüchte wie der Blutorange aus Sizilien g.g.A. zu sensibilisieren.
Neben Bildungsaktivitäten umfasst das Projekt gezielte Maßnahmen in Italien und Deutschland, darunter die Teilnahme an internationalen Fachmessen (nächste Station: Fruit Logistica 2026 in Berlin) sowie Kooperationen mit dem organisierten Lebensmitteleinzelhandel. Ziel ist es, die Rückverfolgbarkeit der Produktionskette sowie Qualität, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden des Made in Italy hervorzuheben.
